Kategorie: U20

DNL: Keine Punkte in Berlin

Keine Punkte gab es am Berlin-Wochenende für die Augsburger DNL-Mannschaft. Gegen die vor allem körperlich überlegenen Hauptstädter unterlagen der AEV im Wellblechpalast mit 2:4 und 1:5.
Zahlreiche angeschlagene Spieler, unnötige Strafzeiten und viele Gegentore zu Drittelbeginn waren die Hauptgründe für das Null-Punkte-Wochenende.

.
Eisbären – AEV 4:2 (1:0, 2:0, 1:2)
Kaum auf dem Eis lag der AEV schon nach 90 Sekunden in Rückstand. Auch in Drittel zwei begann das Spiel ungünstig. Wieder kassierte der AEV zwei schnelle Gegentore und schien. Bereits geschlagen. Doch im letzten Drittel bäumten sich die mit zahlreichen angeschlagenen Spielern angereist Mannschaft von Trainer Michale Bakos nochmals auf. Eine Kombination über Nicolas Baur und Donat Peter schloss Timo Bakos zum 1:3 ab. Nur eine Minute später verkürzte Nicolas Baur, der einen Schlagschuss von Dominic Erdt abfälschte, zum 2:3. Nun war der AEV am Drücker. Doch zwei unnötige Strafzeiten nahmen den Schwung wieder aus der Partie. In der letzten Minute nahm Trainer Bakos den gut haltenden Nicolas Hetzel aus dem Tor. Doch auch mit einen Spieler mehr gelang der Ausgleich nicht mehr. Im Gegenteil: die Eisbären Berlin entschieden das Spiel per Empty-Net-Goal zum 2:4.

Eisbären – AEV 5:1 (1:0, 2:1, 2:0)
Mit neuem Mut ging es knapp 16 Stunden später in die zweite Partie in Berlin-Hohenschönhausen. Der AEV musste den Ausfall von Maxi Welz verkraften, der mit einer Oberkörperverletzung zusehen musste. Auch dieses Mal erwischten die Gastgeber den besseren Start und Torwart Hetzel musste abermals früh hinter sich greifen 1:0 nach vier Minuten. Das erste Drittel verlief danach ausgeglichen. Im Abschnitt zwei hatte der AEV seine beste Phase und kam zu guten Gelegenheiten. Und erzielte den Ausgleich: Nicolas Baur traf in Überzahl im Nachschuss nach einem Erdt-Knaller von der blauen Linie. Doch danach kam wieder Berlin. Abermals zwei unnötige Stockfouls des AEV bestraften die Eisbären mit zwei Treffern zum 3:1. Im Schlussabschnitt kassierte der AEV seinen obligatorischen schnellen Gegentreffer zu Drittelbeginn zum 1:4 und hatte danach nicht mehr die Kraft, das Spiel zu wenden und unterlag am Ende mit 1:5.

Trainer Bakos zeigte sich nach den Spielen dennoch nicht gänzlich unzufrieden: „Berlin war der erwartet starke Gegner, dennoch wollten wir Punkte aus der Hauptstadt entführen. Leider hat es nicht gereicht. Weite Teile in beiden Spielen haben wir gut mitgehalten und dem Spiel auch unseren Stempel aufgedrückt. Um in Berlin als Sieger vom Eis zu gehen, hätten wir aber jeweils 60 Minuten diszipliniertes und schnörkelloses Eishockey spielen müssen. Das haben wir nur phasenweise abliefern können und schlussendlich hat Berlin beide Spiele verdient gewonnen. Trotzdem bewerte ich dieses Spielwochenende als positiv, denn wir haben Moral bewiesen und viel lehrreiche Erfahrung mit nach Hause nehmen dürfen.“

So ging der AEV in diesem Wochenende erstmals leer aus und verbleibt nach wie vor mit 10 Punkten nach sechs Spielen auf Rang drei. Am nächsten Wochenende kommt es im Derby gegen den ESV Kaufbeuren (Freitag auswärts, Sonntag zuhause) zu zwei richtungsweisenden Spielen im Kampf um Platz vier nach der Vorrunde und den damit verbundenen Einzug in die Meisterrunde.

mb

DNL: Kinder, Kuschel, Nix und Festag in Berlin

Was sich nach Spaßreise anhört, ist in Wirklichkeit eine Reifeprüfung für das junge Augsburger-DNL-Team. Denn die Eisbären Juniors Berlin sind mit der Maximalpunktzahl von 18 Punkten aus sechs Spielen gestartet. Und die Spieler Nino Kinder, Philipp Kuschel, Manuel Nix und Dominic Festag sind Leistungsträger der Ostdeutschen. Aber auch der AEV hat bisher überzeugt und ist ebenfalls noch ungeschlagen. Zehn Punkte aus vier Spielen stehen zu Buche – der beste Start in eine DNL-Saison aller Zeiten. Dennoch reist der AEV als Außenseiter in die Landeshauptstadt. Zumal einige Spieler grippegeschwächt und daher nicht topfit sind. Doch Bange machen gilt nicht, denn die Moral aus den Düsseldorf-Spielen, als das Team um Kapitän Tim Bullnheimer im Schlussspurt einen Rückstand in einen Sieg umwandelte, ist bestens. Auf Berliner Seite hängt viel davon ab, welcher der OverAge-Spieler zum Einsatz kommt. Bisher spielte nur Vincent Hessler im DNL-Team während Max Adam und Charlie Jahnke in den letzten Wochen immer in der Lausitz in der DEL 2 agierten. Auf Augsburger Seite ist Marco Sternheimer diesmal nicht dabei, er ist für den ERC Sonthofen in der Oberliga Süd vorgesehen.
Unverständlich ist der frühe Spielbeginn am Samstag um 16.00 Uhr, der das Bakos-Team zur frühen Abreise um 4 Uhr morgens (!) zwingt – ein Unding, dass von der DNL-Ligenleitung im Sinne der Chancengleichheit unbedingt geprüft und geändert werden sollte.

Die genauen Spieltermine:
Samstag, 30.09.2017 um 16.00 Uhr Eisbären – AEV und Sonntag, 1.10.2017, 10.00 Uhr Eisbären – AEV (jeweils im Wellblechpalast Berlin)

mb

DNL: Einstellung, Einsatz, Wille, Ergebnis – alles top!

Zwei hart erkämpfte Siege fuhr das DNL-Team am Wochenende gegen die Starken Düsseldorfer EG ein. Dabei lag man nach zwei Dritteln jeweils zurück und kam dann in der Verlängerung noch zu zwei Siegen mit 4:3 und 3:2.

 

AEV – Düsseldorf 4:3 n.V. (0:2, 1:1, 2:0, 1:0)

Die erste Partie begann denkbar schlecht. Nach zehn Minuten abtasten holten die Gäste zum Doppelschlag aus und schockten den AEV. Als Mitte des Zweiten Drittels gar das 0:3 fiel, setzten die zahlreichen Fans nicht mehr viel auf das Bakos-Team. Doch was dann folgte, war ein Lehrbeispiel für Einstellung, Einsatz, Willen: Der AEV erzielte drei blitzsaubere Treffer und zwang die DEG in die Verlängerung. Den Anfang machte 20 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels ein Doppelpass von Nicolas Baur und Donat Peter, den Letzterer zum 1:3 verwertete. Und im Schlussabschnitt legte der von den Profis ausgeliehene Marco Sternheimer mustergültig für Lukas Traub auf – 2:3. Der Ausgleich resultierte aus einem energischen Antritt von Adam Szücs, dessen Pass Timo Bakos in den Torwinkel zum Ausgleich krönte. In der Overtime war der AEV mehrmals nahe am 4:3-Siegtreffer, den schließlich Marco Sternheimer auf Zuspiel von Tim Bullnheimer erzielen konnte.

 

AEV – Düsseldorf 3:2 n.V. (1:0, 0:2, 1:0, 1:0)

Abermals entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Der AEV ging durch ein Powerplaytor von Marco Sternheimer in Führung und hatte in der Folge mehrmals weitere Treffer auf dem Schläger. Doch insgesamt rettete das Torgestänge dreimal für die Rheinländer. Diese trafen ihrerseits zweimal im Mitteldrittel zum 1:2. Der AEV musste also abermals mit einem Rückstand ins letzte Drittel gehen. Dort bewies Trainer Bakos ein goldenes Händchen, als er den bislang nur sporadisch zum Einsatz gekommenen Thomas Grigore in die Dritte Sturmreihe stellte. Mit seinen ersten Schuss erzielte dieser den 2:2–Ausgleich. Drei Minuten vor dem Ende dann ein Foul unsererseits, das mit einer 5-Minuten-Strafe geahndet wurde. Doch der AEV überstand diese schwierige Phase mit Bravour und hatte sogar zehn Sekunden vor Schluss die Siegchance, als Nicolas Baur alleine vor Gästetorwart Hane auftauchte. Doch er traf nicht und so ging es wieder in die Overtime. Dort überstand der AEV auch die letzten Sekunden in Unterzahl und dann folgte wie am Vortag auch der Auftritt von „Heimer und Heimer“: Pass Bullnheimer, Abschluss Sternheimer – und die DEG war abermals geschlagen.

 

Trainer Bakos lobte anschließend die geschlossene Mannschaftsleistung und die tolle Moral seiner Mannschaft und freute sich, dass Engagement und Teamgeist mit zwei Erfolgen belohnt wurden.

Somit holte der AEV insgesamt vier Punkte gegen einen Hauptkonkurrenten um Platz vier und bleibt nach vier Saisonspielen und vier Siegen weiterhin ungeschlagen auf Platz drei der Vorrundengruppe A. Nächste Woche ist der AEV spielfrei und fährt dann mit viel Selbstvertrauen nach Berlin zum ebenfalls ungeschlagenen Tabellenzweiten. 

mb

DNL: Gegen starke DEG ist „Hockey-Sense“ gefragt

Wer sich mit Trainer Michael Bakos über Eishockey unterhält merkt schnell: Der Mann lebt für seinen Sport und sein Team. Sehr häufig fällt in den Gesprächen auch das Stichwort „Hockey Sense“. Eine Fähigkeit, die das blitzschnelle Erkennen von Situationen und das richtige und schnelle Handeln in Sekundenschnelle beschreibt. Darauf legt er bei seinem Team gesteigerten Wert. Und dieser „Hockey Sense“ wird auch am Wochenende wichtig sein, wenn das AEV-DNL-Team auf die Düsseldorfer EG trifft. Ein Team, das seinen „Hockey-Sense“ auch von einem bekannten Trainer vermittelt bekommt – von Georg Holzmann, dem Eishockey-Urgestein aus Füssen, der als Spieler für einen ganz speziellen „Hockey Sense“ stand. So wird der AEV auf eine körperlich robuste und durch den Einsatz dreier Over-Age-Spieler wohl auch körperlich überlegene Mannschaft aus dem Rheinland treffen, die vor Wochenfrist vier von sechs Punkten gegen den ESV Kaufbeuren holte und somit auf dem Papier als Favorit in die beiden Spiele geht – verlor der AEV doch in der Vorbereitung mit 2:4 in Kaufbeuren.

Besonderes Augenmerk müssen die Gastgeber dabei auf die gefährliche Reihe mit den Over-Age-Spielern Michael Fomin und Leon Judt sowie Nationalspieler Christian Schmidt legen. Und auch Auswahl-Torhüter Hendrik Hane stellt gehobene DNL-Klasse dar. Zudem kommt der Ex-Augsburger Steven Brachert mit seinem neuen Team erstmals zurück ins CFS. Doch Bange machen gilt nicht, denn der AEV zeigte in Iserlohn zwei gute Leistungen. Doch gegen die DEG muss nochmals eine Schippe draufgelegt werden, wenn man ein paar Punkte in der Fuggerstadt behalten will. Personell haben Trainer Bakos und sein Co Max Dürr die freie Auswahl, alle Spieler sind fit. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sie der erfolgreichen Formation aus Iserlohn erneut das Vertrauen schenken wollen – einer Formation mit viel „Hockey Sense“ a la Michael Bakos.

So könnte der AEV spielen:
Tor:
Hetzel, Borst
Abwehr:
Welz, Erdt
Farny, Länger
Klein, Szegedin
Sturm:
Baur, Bakos, Peter
Traub, Bullnheimer, Szücs
Sprügel, Grigore, Stange
Merker, Rau, Bayer

Spielbeginn im CFS ist am Samstag, den 16.9.2017 um 18.00 Uhr und am Sonntag, 17.9.2017 um 12.30 Uhr.

mb

DNL: Iser-lohn(t) sich – optimaler Saisonstart im Sauerland

So sieht ein optimaler Saisonstart aus: Mit sechs Punkten kehrte das Team von Trainer Michael Bakos und Co-Trainer Max Dürr aus Iserlohn zurück. Eine Auswärtsfahrt, die sich gelohnt hat, denn neben den beiden 6:3-Siegen zeigte das Team auch eine kompakte Mannschaftsleistung an beiden Tagen. Treffsicher zeigte sich vor allem Kapitän Tim Bullnheimer, der sechs der 12 Treffer erzielen konnte.

Iserlohn – AEV 3:6 (1:1, 1:2, 1:3)

Am Samstagabend begann der AEV druckvoll und engagiert – den ersten Treffer erzielten jedoch die Gastgeber. Doch Augsburg zeigte sich wenig geschockt und glich aus. Die Ehre des ersten Saisontreffers gebührte Nicolas Baur. Das 1:1 war angesichts der Überlegenheit des AEV schmeichelhaft für die Iserlohner. In Abschnitt zwei begann die Partei etwas ausgeglichener. Der AEV ging durch Neuzugang Lukas Traub wieder in Führung, Iserlohn gleich fast postwendend zum 2:2 aus. Doch dann kam die Zeit von Tim Bullnheimer. Er traf dreimal in Folge und so war die Partie bereits in Minute 42 entschieden – der AEV führte 5:2. Der Rest war Formsache. Nach dem 6:2 durch Donat Peter verkürzte Iserlohn noch in der Schlussminute zum 3:6-Endstand. Ein verdienter Sieg, der auf dem nächtlichen Heimweg zu Fuß ins Stadthotel Iserlohn noch lebhaft diskutiert wurde.

Iserlohn – AEV 3:6 (1:2, 1:4, 1:0)

Trainer Bakos tauschte in Spiel zwei auf der Torhüterposition. Für den guten Nicolas Hetzel spielte nun Moritz Borst, der wie sein Kollege ebenfalls eine tadellose Leistung bot. Der AEV begann diesmal etwas schläfrig, was wie am Vortag wiederum die Iserlohner Führung zur Folge hatte. Doch an diesem Wochenende war der AEV einfach zu stark für den IEC. Timo Bakos in Überzahl und Thomas Grigore – aus der stark aufspielenden Youngster-Reihe Sprügel, Grigore, Stange – drehten das Spiel noch in Abschnitt eins. Und ab Minute 20 war der AEV nicht mehr zu halten. Drei Tore von Tim Bullnheimer und eines vom aufgerückten Verteidiger Luca Szegedin entschieden das Spiel. Ein Gegentreffer aufgrund einer Unachtsamkeit in der Abwehr fiel nicht mehr ins Gewicht. Anfang des Schlussabschnittes versuchten die Gastgeber noch einmal alles und verkürzen auf 3:6, doch mehr war für den IEC nicht mehr drin.

Trainer Michael Bakos war nach den beiden Partien sehr zufrieden mit der temporeichen Vorstellung und der über weite Strecken konzentrierten Mannschaftsleistung, mahnte aber, sich nicht auf den ersten sechs Punkten auszuruhen: „Wir müssen weiter konzentriert arbeiten, denn die kommenden Aufgaben werden nicht leichter werden.“ In der Tat, denn am kommenden Wochenende kommt die Düsseldorfer EG nach Augsburg – ein direkter Konkurrent um die begehrten Endrundenplätze. Die Spiele beginnen am Samstag, den 16.9.2017 um 18.30 Uhr und am Sonntag, 17.9.2017 um 12.00 Uhr im CFS.

mb

DNL: Punktspielstart in Iserlohn gegen kampfeslustige Roosters

Nun greift auch der AEV ins Punktspielgeschehen der DNL ein. Am ersten Wochenende reist das Team von Trainer Michael Bakos ins Sauerland zu den Iserlohn Young Roosters. Mit den Roosters wartet eine kampfstarke Truppe auf den AEV, die jedoch einige namhafte Abgänge verkraften musste. Iserlohns Trainer Christian Hommel machte vor kurzem in einem Interview klar, dass sein Team besonders durch Einsatz und hartes Körperspiel gefallen werde. Der AEV kann sich also in beiden Spielen auf einen heißen Tanz einstellen.

 

AEV-Trainer Bakos kann dabei auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. In der letzten Woche meldeten sich alle Spieler fit, so dass er bei der Aufstellung wohl die Qual der Wahl haben wird. Nach den letzten Trainingseindrücken wird er wohl den vorderen Sturmreihen Baur, Bakos, Peter – Traub, Bullnheimer, Szücs – Sprügel, Grigore, Merker das Vertrauen schenken. In der Defensive wird noch nach der Idealbesetzung in den letzten Trainings gefahndet. Im Tor wird Bakos zusammen mit seinem Co- und Torwarttrainer Max Dürr die Auswahl zwischen Hetzel, Borst und Schaller treffen müssen. Insgesamt blickt Bakos dem Saisonstart optimistisch entgegen, sah er doch in den Testspielen gelungene Ansätze (siehe auch Interview zum Saisonstart). Trotzdem ist der AEV in den beiden Partien zweier Teams, die im Vorjahr das Viertelfinale erreichen konnten, leichter Außenseiter.

Spielbeginn ist am Samstag, den 9.9.2017 um 19.30 Uhr und am Sonntag, den 10.9.2017 um 12.00 Uhr – jeweils in der Eissporthalle am Seilersee.

Am darauffolgenden Wochenende bietet sich dann die Gelegenheit, das Team bei seinen ersten Heimauftritten im Heimspieldoppel gegen die Düsseldorfer EG zu sehen.

mb

 

„Wir wollen in die Top 8 kommen!“

Seit dieser Saison ist der Ex-Profi und Nationalspieler Michael Bakos DNL-Cheftrainer in Augsburg. Nach drei Jahren beim DEB in München tauschte er Schreibtisch gegen Eisfläche und kehrte zu seinem Heimatverein zurück. Kurz vor dem Saisonstart stand er für ein Interview bereit.

Michael Bakos, wie fühlt es sich an ab sofort wieder täglich in eine Kabine anstelle eines Büros zu gehen?
Bakos: Sehr gut. Ich liebe es mit einem Team täglich zu arbeiten, meine Trainingseinheiten zu planen und den Jungs auf und neben dem Eis etwas zu vermitteln.

Also bereuen Sie den Schritt zurück aufs Eis nicht?
Nein, auf keinen Fall. Aber es ist schon etwas anderes als als Spieler auf dem Eis zu stehen.

Warum?
Als Spieler gehst Du ins Training und hast dann frei. Als Trainer denkst Du permanent über dein Team nach. Stimmt die Trainingsintensität, welche Schwerpunkte muss ich in der Eisarbeit setzen, welchen Gegner habe ich am Wochenende zu bespielen? Und vieles mehr. Du kannst nie abschalten, bist ständig am Verbessern…

In der Vorbereitung wurden sämtliche Spiele gegen andere DNL-Teams verloren. Sind Sie dennoch mit Ihrem Team zufrieden?
Ja ich bin zufrieden, denn die nackten Ergebnisse sind nicht alles. Wir haben zwar gegen Landshut zweimal und gegen Kaufbeuren einmal verloren – aber ich habe viele gute Sachen gesehen, auf die sich aufbauen lässt. Allerdings werden wir in dieser Saison auch noch Lehrgeld zahlen müssen, das Wichtigste hierbei ist so schnell wie möglich aus den Fehlern zu lernen. Die Entwicklungskurve meiner Mannschaft muss im Laufe der Saison zum Saisonhöhepunkt nach oben gehen, wenn wir in der DNL konkurrenzfähig sein wollen.

Lehrgeld – wie meinen Sie das?
Nun ja, da gibt es mehrere Punkte. Erstens: Unser Team ist jung, denn wir spielen vorerst ohne einen OverAge-Spieler. Das wird körperlich die ein oder andere Herausforderung mit sich bringen. Zweitens: Wir sind unerfahren, denn im Team gab es im Vergleich zur letzten Saison einen großen Umbruch. Und Drittens: Wir sind nicht eingespielt, denn durch zahlreiche Ausfälle konnten wir nur selten mit dem kompletten Kader trainieren. Aber ich weiß auch, dass meine Jungs ihr Bestes geben werden und möglicherweise die erwähnten Faktoren gar keine große Rolle spielen. Wir werden sehen.

Lassen Sie uns die einzelnen Mannschaftsteile durchgehen. Wie ist das Tor besetzt?
Komplett neu und aus meiner Sicht sehr gut. Mit Nicolas Hetzel ist einer, wenn nicht sogar der beste DNL2-Torhüter der Vorsaison aus Bietigheim zum AEV gewechselt. Und die Jungspunde Moritz Borst (neu aus Germering) und Benedict Schaller haben sich, auch dank des intensiven Trainings mit meinem Co-Trainer und Goalie Coach Max Dürr, Tag für Tag gesteigert. Wichtigste Erkenntnis hier: Alle drei Goalies haben gezeigt, dass sie ein sicherer Rückhalt für unsere Mannschaft sein können und sie mit ihrer Leistung die Chance geben Spiele zu gewinnen.

Und in Abwehr und Sturm?
Die Defensive sollte unser Prunkstück sein. Dort sind fast alle Spieler aus dem Vorjahr erhalten geblieben. David Farny, Maximilian Welz, Luca Szegedin, Dominic Erdt, Felix Klein, Florian Bayer und Niklas Länger haben schon im Vorjahr regelmäßig gespielt. Und die von den Schülern nachgerückten Jungs bringen die Voraussetzungen mit in die DNL-Rolle reinzuwachsen. Vorne haben wir komplett umbauen müssen, denn nur drei Spieler aus den Top 9 der letztjährigen Top-Scorer blieben uns erhalten. Zu Tim Bullnheimer, Nicolas Baur und Donat Peter haben wir aber gute Angreifer dazubekommen. Adam Szücz (Ungarischer U16/U17-Nationalspieler), Lukas Traub (DNL-2Torjäger aus Bietigheim), Timo Bakos (zurück aus Salzburg) und Maximilian Merker aus Bad Tölz sind richtige Verstärkungen. Dazu kommen Maximilian Merkel und die Schülerzugänge Marco Sprügel, Thomas Grigore, Linus Voit, Stefan Rau und Roni Vehkakoski.

Ganz schön großer Kader?
Ja, aber durch die toll funktionierende Kooperation mit dem HC Landsberg mit Trainerkollege Markus Kiefl kommen hoffentlich alle regelmäßig zum Einsatz. Manche wie Fabian Staib haben ihr Spielrecht sogar komplett beim HCL, haben aber trotzdem per Doppellizenz die Möglichkeit in der DNL zu Einsatzzeiten zu kommen.

Was ist Ihr Ziel für die kommende Saison?
Ganz klar: wir wollen am Ende unter den Top 8 stehen und uns für die DNL-Division I. im nächsten Jahr qualifizieren. Aber das wollen alle anderen auch! Und ich hab noch ein persönliches Ziel…

Und das wäre…?
Ich will mit meinem Team so auftreten, dass alle Gegner mit Respekt von uns sprechen. Zum Beispiel in puncto Einsatzbereitschaft, Auftreten und Fairplay. Ich will dass die anderen nicht gerne gegen uns antreten. Ganz nach dem Motto „Hart aber Fair“.

Eine letzte private Frage;. Sie pendeln jetzt nicht mehr nach München. Sehen Sie Ihre Frau Sandy jetzt öfter?
Nein, ganz im Gegenteil. Wenn sie gegen 15.00 Uhr vor der Arbeit heimkommt, mache ich mich auf den Weg ins Stadion. Und wenn ich gegen 22.00 Uhr zurückkomme, dann können wir uns schon fast wieder Gute Nacht sagen. Meine Frau hat es definitiv nicht leicht mit drei eishockeyverrückten Männern in der Familie.

Michael Bakos, vielen Dank fürs Interview und viel Erfolg in der neuen Saison.

mb

DNL: Zum Ende der Testspiele 2:4-Niederlage in Kaufbeuren

Im letzten der fünf Testspiele verlor das AEV-DNL-Team mit 2:4 (1:1. 0.3, 1:0) beim Ligarivalen ESV Kaufbeuren. Beide Teams mussten zahlreiche Stammspieler ersetzen, so dass der Test nur bedingt Rückschlüsse auf die Spielstärke der beiden Teams zuließ. Beim AEV fehlten die Nationalspieler Länger, Bakos und Szücs sowie die verletzten Hetzel und Traub. Nach einem ausgeglichenen Startdrittel – in dem Neuzugang Matthias Merker den Kaufbeurer Führungstreffer in Überzahl ausgleichen konnte – leisteten sich die Augsburger im Mittelabschnitt zahlreiche unnötige Strafzeiten. Diese nutzten die Allgäuer zu drei Überzahltoren in Folge und entscheide somit das Spiel frühzeitig. Im Schlussabschnitt fingen sich die Augsburger wieder und konnten diesen mit 1:0 für sich gestalten. Torschütze war ebenfalls in Überzahl Donat Peter. Mit zwei Siegen und drei Niederlagen verlief die Testspielphase ergebnistechnisch insgesamt nicht ganz nach Wunsch, was auch an der Tatsache lag, dass man kaum einmal in der gewünschten Aufstellung antreten konnte. Jedoch ergaben sich für das Trainerteam sicherlich zahlreiche interessante Fingerzeige.
Da der AEV zum Punktspielstart am kommenden Wochenende spielfrei ist, tritt das Team von Neu-Trainer Michael Bakos erst am 9. Und 10.9.2017 wieder in Aktion. Dann geht es nach Iserlohn zum DNL-Punkspielstart.

mb

DNL: Keine Chance gegen Landshut

Zwei Niederlagen mussten das Team in den Vorbereitungsspielen gegen den Ligakonkurrenten EV Landshut hinnehmen. Zuhause zeigte das Bakos-Team beim 2:4 noch eine passable Leistung. Beim Rückspiel indes war man in allen Belangen unterlegen und verlor klar mit 0:5. Es bleibt also einiges zu tun bis zum Saisonstart Anfang September in Iserlohn. Die Treffer fuer den AEV erzielen Neuzugang Maximilian Merker und Marco Spruegel.

mb

DNL: Erfolgreicher Testspielstart

Einen erfolgreichen Start in die Vorbereitung feierte das neuformierte DNL-Team des AEV. Gegen dem ambitionierten DNL2-Meister aus dem Allgäu erzielten Adam Szuecs (4), TIm Bullnheimer (2), Lukas Traub, Donat Peter, Nicolas Baur, Maxi Merkel und Maxi Welz die Treffer. Trainer Michael Bakos konnte mit den gezeigten Leistungen zufrieden sein, auch wenn in so einer frühen Saisonphase noch Einiges zu verbessern ist. Die nächste Partie findet bereits am kommenden Mittwoch, den 16.8.2017 um 14.00 Uhr gegen den Ligarivalen EV Landshut im CFS statt.

mb