Vom 27. bis 29. März 2026 erlebte Schwenningen ein packendes Saisonfinale: Der DEL U15 Cup brachte eine Auswahl von zwölf deutschen Topteams zusammen, die in drei Gruppen zu je vier Mannschaften um die begehrten Plätze im Viertelfinale kämpften. Für den AEV war es ein besonderes Turnier – es war das Abschiedsturnier von Coach Michael Heichele, der als Minimalziel das Erreichen der K.-O.-Runde ausgab. Gespielt wurde in zwei Halbzeiten zu je 20 Minuten, genug Zeit für Spannung, Tempo und echte Eishockey-Emotionen.
Starker Auftakt, bitteres Ende – Gruppenphase beginnt
Im ersten Spiel ging es direkt gegen den Gastgeber aus Schwenningen. Der Start hätte kaum besser laufen können: In der 7. Minute erzielte der AEV die verdiente 1:0-Führung. Doch nach der Pause schlichen sich Fehler ein, die die Schwenninger eiskalt ausnutzten. Am Ende stand ein 1:3 auf der Anzeigetafel – ein Dämpfer und zugleich ein Weckruf, denn weitere Ausrutscher durfte man sich nicht leisten.
Kraftakt gegen Köln – Moral siegt
Spiel zwei führte den AEV gegen die Kölner Haie, die erst eine Woche zuvor an der Deutschen Meisterschaft teilgenommen hatten. Köln startete druckvoll und ging in der 25. Minute mit 1:0 in Führung. Doch das junge Augsburger Team bewies beeindruckende Moral: Nur eine Minute später fiel der Ausgleich, und bereits in der 29. Minute drehte der AEV das Spiel. Die Schlussphase wurde zu einer echten Abwehrschlacht, die der AEV mit Herz und Leidenschaft über die Zeit brachte. Der erste Sieg – ein enorm wichtiger!
Defensivstärke gegen Wolfsburg – Viertelfinale erreicht
Das dritte Gruppenspiel gegen den EHC Wolfsburg entwickelte sich zu einem wahren Nervenspiel. Eine frühe Führung aus der 4. Minute verteidigten die Augsburger mit großem Kampfgeist bis zum Schluss. Mit zwei Siegen aus drei Spielen erreichte der AEV als Gruppenzweiter souverän das Viertelfinale.
Viertelfinale gegen Dresden – Spannung bis zur letzten Sekunde
Im Viertelfinale warteten die Dresdner Eislöwen. Der AEV erwischte erneut einen Traumstart und ging in Minute 5 in Führung. Dresden antwortete in der 15. Minute, und von da an entwickelte sich ein hochklassiges, rasantes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Als vieles bereits auf eine Verlängerung hindeutete, gelang Dresden 24 Sekunden vor Schluss der entscheidende Treffer zum 1:2 aus Augsburger Sicht. Trotz aller Bemühungen war das Ausscheiden nicht mehr abzuwenden – ein bitterer Moment nach einer starken Vorstellung.
Platzierungsrunde – Kampfgeist, Pech und ein Hauch Müdigkeit
Nun ging es gegen die Düsseldorfer EG um die Plätze 5 bis 8. Die Enttäuschung über das unglückliche Viertelfinal-Aus war spürbar, und so überließ der AEV den Düsseldorfern in den ersten zehn Minuten zu viel Raum. Düsseldorf nutzte das konsequent zur 2:0-Führung. Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung und mehreren guten Chancen – darunter ein nicht gegebenes Tor – reichte es am Ende nur zu einer 2:1 Niederlage.
Im letzten Spiel der Saison traf der AEV auf die Rookie Bulls München. Die Augsburger erspielten sich über 40 Minuten Chancen im Überfluss, doch einzig ein Schuss fand den Weg ins Tor. München zeigte sich deutlich effizienter und verwandelte vier ihrer Möglichkeiten. Ein letztes Spiel, das sinnbildlich für die Saison stand: engagiert, spielfreudig, aber nicht konstant genug in der Chancenverwertung.
Fazit – Platz 8 und eine besondere Ehrung
Der AEV beendet den DEL U15 Cup auf Platz 8. Wie bereits in der gesamten Saison fehlte es oft an der nötigen Konstanz, um noch weiter vorne mitzuspielen. Dennoch gab es Grund zur Freude: Die Mannschaft erhielt die Auszeichnung als fairstes Team des Turniers – ein starkes Zeichen für Sportsgeist und Teamkultur.
Ein besonderer Dank der gesamten U15 gilt dem Unternehmen Pharmpur, das der Mannschaft während der gesamten Saison einen Kleinbus zur Verfügung stellte und damit wertvolle Unterstützung leistete.
