Kategorie: Verein

Heim- und Auswärtsspiel mit kurzer Verschnaufpause für die U13-1

Zu einer ungewöhnlichen Zeit, Donnerstag 18Uhr, durften wir die Bayreuth Tigers zum Nachholspiel im Curt-Frenzel-Stadion begrüßen. Weiterhin fehlen der U13-1 drei Stammspieler. Die Mannschaft des AEV begann offensiv und hatte schon in den ersten beiden Minuten ihre Möglichkeiten. Bayreuth lauerte auf Konter und bekam sie auch. In der 7. Spielminute kann sich der gegnerische Stürmer durchsetzen und stürmt alleine auf unser Tor zu, jedoch kann unser Torhüter die Chance vereiteln. Nur zwei Minuten später ergibt sich für Augsburg die gleiche Möglichkeit, jedoch ist auch der Torhüter aus Bayreuth auf seinem Posten. Augsburg macht weiter das Spiel und in der 11. Spielminute gelingt uns endlich die Führung. Trotz weiterer Möglichkeiten gelingt uns in den ersten 20 Minuten kein weiterer Treffer. Mit einer äußerst knappen Führung geht es in die Pause.

Die offensive Spielweise setzt unsere Mannschaft weiter fort. Bayreuth taucht zu Beginn auch noch einmal vor unserem Tor auf und erzielt fast den Ausgleich. Dann schaltet unsere Mannschaft noch einen Gang höher und kombiniert sich gefällig durch die Reihen des Gegners. In dieser Phase konnten wir unsere Überlegenheit endlich auch in Toren ausdrücken.  Zwischen der 22. und 36. Spielminute konnte der AEV sechs Tore in Folge erzielen. Den Tigers gelang kurz vor der 2. Drittelpause der Ehrentreffer. Mit dem Spielstand von 7 zu 1 für Augsburg ging es dann in die Kabinen.

Das Schlussdrittel konnte der AEV nun etwas entspannter angehen, erzielte noch drei Treffer zum Stand von 10 zu 1. Die Bayreuth Tigers bekamen kurz vor Schluss noch einen Penalty zugesprochen, welcher aber nicht verwandelt werden konnte. Dann war Zeit für den Schlusspfiff. Augsburg gewinnt verdient mit 10 zu 1 gegen die Gäste aus Bayreuth.

Bereits nach dem Spiel richtete man seine Gedanken auf den nächsten Gegner, den Tabellenführer aus Straubing. Am Samstag, 10 Uhr 30, war es dann soweit. Erneut kam die Augsburger Mannschaft gut ins Spiel. Wir lassen die Scheibe so lange laufen, bis unser Stürmer im Slot freisteht und dieser schießt sofort. Der Straubinger Goalie ist aber auf dem Posten. Wir dominieren das Spiel und können uns immer wieder Chancen erarbeiten. Ein weiterer Lattentreffer für Augsburg. Mitten in unserer Drangphase häufte sich leider wieder unser Strafzeitenkonto an. Die zweite Überzahlmöglichkeit nützt der Gastgeber zum Führungstreffer. Es mach sich etwas Frust, aufgrund der vergebenen Chancen, bei den Spielern des AEV breit. In der 19. Spielminute sitzen zwei Spieler von uns auf der Strafbank. Straubing kann die doppelte Überzahl zum 2 zu 0 nützen. Unsere Mannschaft fand nach der Drittelpause wieder ins Spiel und erarbeitete sich weiterhin zahlreiche Möglichkeiten. Es war ein Spiel, welches nur eine Richtung kannte. Bis zur 34. Spielminute, als wieder ein Augsburger Spieler auf die Strafbank wanderte. Der Gastgeber witterte nun seine Chance auf die Vorentscheidung und prompt nützte Straubing auch diese Überzahl aus. Eine Minute vor Drittelende sorgte ein Abspielfehler im eigenen Drittel zum nächsten Treffer für Straubing und führt mit 4 zu 0. Augsburg macht das Spiel und Straubing schießt die Tore. Nur wenige Sekunden vor der Drittelpause gelang es dem AEV endlich auf 4 zu 1 zu vekürzen. Die letzten 20 Minuten dieses Spiels brachen an. Zählbares brachten beide Mannschaften nicht mehr zustande. Augsburg traf noch einmal den Pfosten, eine Kategorie in der wir vermutlich Tabellenführer wären. Straubing nützte die Überzahlsituationen konsequent aus. Die Leistung der Mannschaft ist positiv zu bewerten, sie wollte den Sieg und hat auch viel dafür investiert, aber im Sport ist nicht alles berechenbar und im Eishockey schon zweimal nicht. Gratulation nach Straubing zum ersten Platz in der Platzierungsrunde.

Paukenschlag zum Abschluss der Punkterunde

Am Samstag ging die Reise der U17 nach Peiting. Nach dem es diese Saison nur noch um die Tabellenplatzierung ging, konnten unsere Spieler dieses Spiel eigentlich ruhig und ohne Druck angehen. Das konnte man leider auf dem Eis auch sehen. Das Augsburger Spiel war kaum von schönen Zusammenspiel, als mehr von Einzelaktionen geprägt. Die Gastgeber und Tabellenvorletzten konnten daher auch gut mithalten. In der 14. Spielminute war die erste sehenswerte Aktion auf Augsburger Seite, durch einen schnellen Konter fiel der Führungstreffer. Unsere Jungs hatten mehr vom Spiel aber nur vereinzelte Torchancen, im ersten Drittel passierte, in diesem eher schwachen Spiel,  sonst nichts mehr. Auch im zweiten Drittel gaben anfangs unsere Panther den Ton an, doch zählbares kam dabei nicht heraus. Ganz im Gegenteil, die Peitinger wurden mit jeder Spielminute besser und mutiger und kamen ihrerseits zu guten Tormöglichkeiten. In der 30. Minute gelang deshalb auch der Ausgleich. Im weiteren Verlauf des Mitteldrittels war das Spiel ausgeglichen, einen weiteren Treffer konnte aber keine Mannschaft verbuchen. Die Entscheidung musste somit im Schlussabschnitt fallen und die Ansprache des Trainers in der Kabine fand gehör bei den Jungs. Mit etwas mehr Elan ging unsere U17 jetzt ans Werk und sicherte sich mit zwei Toren, in der 44. und 48. Minute einen unterm Strich verdienten Erfolg, in einem allerdings nicht sehr guten Spiel unserer Mannschaft.

Im letzten Spiel der Punktrunde am Sonntag hieß der Gegner noch einmal EHC Nürnberg, der am Vortag im Spitzenspiel den EC Straubing mit 5:4 in Overtime schlagen konnte. Nach dem Spiel gegen Peiting konnte man nur auf eine Leistungssteigerung hoffen, ansonsten würden unsere Jungs in Nürnberg „unter die Kufen kommen“. Aber anscheinend passt sich unser Team immer dem Gegner an, denn hier zeigte es ein ganz anderes Gesicht als am Vortag in Peiting. Von der ersten Spielminute an sah man ein schnelles und kampfbetontes Match, in dem auch das Passspiel nicht zu kurz kam. Durch viel Einsatz und Laufbereitschaft wurden die Nürnberger immer wieder im Aufbau gestört und selbst gute Torchancen kreiert. Nach schönem Zusammenspiel erzielten die AEV´ler die 1:0 Führung nach 7 Spielminuten. Weitere zwei Minuten später gelang der nächste Treffer in Überzahl und es folgten weitere gute Einschussmöglichkeiten bzw. Lattenschüsse. In der 18. Spielminute ein weiterer Treffer zum verdienten 3:0 Drittelstand.

Nach der Pause präsentierten sich die Gastgeber vom EHC etwas kämpferischer und druckvoller. Es gelang der erste Treffer auf Nürnberger Seite, mittelweile waren 25 Minuten gespielt. Hierauf hatte unsere U17 aber die passende Antwort und stellte nur eineinhalb Minuten später den drei Tore Vorsprung wieder her. Das Spiel war auf gutem Niveau, in dem die EHC Spieler jetzt auf Augenhöhe kämpften und spielerisch noch zulegen konnten. Dank guter Abwehrleistung wurden aber nicht viele Einschussmöglichkeiten auf Augsburger Seite hergegeben und wenn doch, so war unser Goalie zur Stelle. Auch ein Penalty für Nürnberg konnte nicht verwandelt werden. Mit dem Zwischenstand von 1:4 ging man in das letzte Drittel. Im Schlussabschnitt wurde das Spiel etwas härter und es wurde um jeden Zentimeter Eis gekämpft. Beide Mannschaften ließen keine weiteren Treffer mehr zu. So blieb es beim etwas unerwarteten aber hochverdienten 1:4 Sieg für die AEV U17 Truppe!

Ein guter vierter Platz in der Abschlusstabelle – im letzten Spiel noch einmal gezeigt was in Ihnen steckt. Vielleicht wäre mit dieser Einstellung vom Sonntag, dem Zusammenspiel und dem Siegeswillen während der ganzen Saison noch mehr drin gewesen! 🙂

DNL: Viertelfinal-Aus nach 0:4 in Berlin

Am Ende hat es nicht gereicht. Das AEV-DNL-Team verlor das zweite Play-Off-Vierteilfinale in Berlin mit 0:4 und ist nach der 2:3-Heimniederlage damit raus aus dem Rennen um den Titel. Die U20 lieferte auch im Wellblechpalast einen großen Kampf und gab nie auf. Letztendlich machten die schwache Chancenauswertung und ein überragender Berliner Torwart Tobias Ancicka den Unterschied aus. Der AEV belegt somit in der Endabrechnung Platz fünf in Deutschlands höchster Nachwuchsliga.

Von Anfang an war der AEV im Spiel und erarbeitete sich Chancen. Auch vom frühen 0:1-Rückstand ließ sich das Team von Trainer Michael Bakos nicht entmutigen und hielt die Partie offen. Die Entscheidung fiel im zweiten Drittel, als Berlin binnen drei Minuten durch einen unglücklich abgefälschten Schuß und ein Überzahltor auf 0:3 davonzog. Das war die Entscheidung. Beim letzten Tor hatte Torwart Nicolas Hetzel sein Tor bereits zugunsten eines sechsten Feldspielers verlassen.

Trainer Bakos zog trotz der Niederlage ein positives Fazit: „ Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir haben die ganze Saison an einem Strang gezogen und uns wieder für die U20 Division I 2019/20 qualifiziert. Das Ausscheiden nach zwei Playoff-Spielen ist dennoch bitter. Wir haben alles versucht, aber Berlin war einen Tick besser und ist verdient ins Halbfinale eingezogen.

Die Partei in Berlin war auch das letzte Spiel einiger AEV-Spieler. So trugen die mit mehr als 160 Einsätzen für den AEV aktuellen DNL-Rekordspieler Tim Bullnheimer und Nicolas Baur nach 15 Jahren im Verein genauso wie Maxi Welz zum letzten Mal das AEV-Trikot. Auch Felix Klein, Christian Guran und Nicolas Hetzel scheiden aus Altersgründen aus. Auch Stefan Sycek als Betreuer und Johann Grigore als Mannschaftsführer beenden ihre Tätigkeit. Welche Veränderungen sich im DNL-Kader sonst noch ergeben steht noch nicht fest. Für das kommende Jahr sieht Trainer Michael Bakos trotzdem der Abgänge nicht schwarz: „Wie der Kader aussehen wird, steht noch lange nicht fest. Die Lücke, die die ausscheidenden Spieler hinterlassen wird nicht einfach zu schließen sein. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir wieder eine gute Truppe ins Rennen schicken werden.

Bild:

Nahmen Abschied vom AEV-Trikot, v.l.: Felix Klein, Christian Guran, Nicolas Baur, Tim Bullnheimer, Nicolas Hetzel, Maxi Welz

mb

U15: Sieg und Niederlage am Wochenende

Am 02.03.19 war der ECDC Memmingen zu Gast im Curt-Frenzel-Stadion. Das Spiel begann recht verhalten und plätscherte in den ersten Minuten dahin. Beide Mannschaften agierten scheinbar lustlos, von einem guten Eishockeyspiel war hier noch nichts zu ahnen. Die einzig nennenswerten Szenen waren ein Angriff der Augsburger in der 15. Spielminute sowie ein Save unseres Torhüters kurz vor Drittelende. Das Drittel blieb damit torlos. Im 2. Drittel kamen die Gäste gestärkt aus der Kabine, waren schneller und belohnten sich bereits nach gut einer Minute mit dem 0:1. Aber auch Augsburg spielte nun besser, da der Trainer nun wieder alle Spieler zum Einsatz brachte. Dennoch konnte Memmingen noch auf 0:2 erhöhen. Allerdings fand der AEV nun schnell ins Spiel, erzielte bald den Anschlusstreffer und kurz vor Drittelende den Ausgleich, so dass man mit 2:2 in die Kabine ging. Im Schlussabschnitt zeigten unsere Schüler von Beginn an Präsenz und erhöhten nach knapp 2 Minuten auf 3:2. Das Spiel hatte sich zwischenzeitlich zu einer durchaus attraktiven Partie gemausert, wobei die Hausherren mehr Spielanteil hatten. Beide Teams waren nun fest entschlossen, den Sieg für sich zu klar zu machen, aber der AEV stand solide in der Verteidigung. Obwohl der Augsburger Goalie des Öfteren geprüft wurde, war es der Memminger Torhüter, der in der spannenden Schlussphase schwer unter Beschuss war. Es blieb jedoch beim 3:2. Endstand AEV Schüler – ECDC Memmingen 3:2 (0:0, 2:2, 1:0) Strafminuten: AEV 6, Memmingen 8 Am 03.03.19 war Bald Tölz zu Gast am Senkelbach. Wegen des Sieges vom Vortag gingen unsere Jungs selbstbewusst und mit breiter Brust in die Partie. Sofort entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel, in dem beide Mannschaften sich einige Torchancen herausarbeiten konnten. Es dauerte bis zur 10 Minute, dann setzte Bad Tölz das erste Zeichen in Form eines Doppelschlages. Trotz Gegenwehr der Augsburger erhöhten die Gäste bis Drittelende auf 4:0. Im Mitteldrittel übernahm Bad Tölz von Beginn an das Kommando und erzielte schnell den Treffer zum 0:5. Unsere Mannschaft spielte sich zwar vereinzelt Torchancen heraus und konnte in der 26. Spielminute ihren einzigen Treffer erzielen, aber dieser wurde postwendend mit einem weiteren Tor von Bad Tölz beantwortet. Bis Drittelende lautete der Spielstand 1:7. Im letzten Drittel erhöhte Bad Tölz zügig auf 1:8, aber unsere Mannschaft gab sich nicht auf und kämpfte immer weiter. Auch unser gut aufgelegter Schlussmann bot sehenswerte Saves. Dennoch kamen die Tölzer durch Spielaufbau wie aus dem Lehrbuch immer wieder zu Torchancen, die sie auch verwerteten. So trennten sich die Teams am Ende 1:10. Fazit: Die Mannschaft kämpfte 3 Drittel gegen spielerisch überlegene Bad Tölzer. Endstand AEV Schüler – Bad Tölz 1:10 (0:4, 1:3,0:3) Strafminuten: AEV 4, Bad Tölz 16 Spielbericht: Petra Knott

DNL: Der Traum von Halbfinale

Der AEV unter den großen Vier im Halbfinale? Für die Nachwuchsabteilung des AEV und das Team um Kapitän Niklas Länger würde ein Traum wahr werden. Doch wie realistisch ist das? Wir machen den Check und nehmen die Teams im Quervergleich unter die Lupe:

Tor: 

Moritz Borst absolvierte die Mehrzahl der Spiele im AEV-Tor und wird wohl auch im Viertelfinale im Kasten beginnen. Bei Berlin steht einer der talentiertesten Torwächter Deutschlands im Tor. Tobias Ancicka, mehrfacher U18-Nationalspieler und Rückhalt seines Teams.  Der Berliner gilt als einer der besten DNL-Torhüter, hat aber auch Tage an denen er zu Fehlern neigt. Ähnlich wie Borst, der in den letzten Spielen nicht so überzeugt hat wie über weite Teile der Saison. 

Abwehr: 

122:149 – geht es nach der Anzahl der Gegentore steht Berlin hinten besser. Mit Eric Mik haben die Eisbären sogar einen Spieler, der mehrmals im DEL-Kader der Eisbären stand. Generell haben die Berliner Verteidiger mit Gardemaß, die aber oft zu einer sehr offensiven Spielweise tendieren. Beim AEV steht Lion Stange nach leichter Blessur wieder im Kader – das sollte der AEV-Defensive nach den neun Gegentoren gegen Düsseldorf wieder mehr Stabilität geben. 

Sturm: 

BPH – Bakos, Peter, Hlozek. Dieses Trio hat in den Torjägerlisten seine Plätze in den Top-Five der DNL-Hauptrunde gesichert. Und will auch in den Playoffs nachlegen. Auch die anderen beiden Reihen des AEV sind jederzeit für Treffer gut. Berlin dagegen verfügt über drei relativ ausgeglichene Sturmreihen. Bester Mann ist Lukas Reichel, spielstarker Center und Nationalspieler.

Insgesamt geht Berlin als leichter Favorit ins Duell, allerdings hat der AEV durchaus Chancen, erstmals den Traum vom Halbfinale zu verwirklichen. Das findet auch Trainer Michael Bakos: „Wir haben uns die Teilnahme an den Playoffs hart erarbeitet und werden jetzt natürlich alles Erdenkliche dafür geben, um so weit wie möglich zu kommen. Das wollen unsere Gegner aber auch, deswegen ist unsere beste Leistung gefordert.“

mb

AEV auf gutem Kurs – nur eine große Sorge treibt die Verantwortlichen um

„Ich bin stolz, was aus meinem AEV geworden ist“ – diese Wortmeldung von Mitglied Peter Röder steht sinnbildlich für die Entwicklung des Augsburger EV in den letzten Jahren. Vorbei die Zeit, als acht Mitglieder mit dem damaligen Panther-Geschäftsführer Karl-Heinz Fliegauf in der Rosenaugaststätte saßen. Nun trifft man sich im VIP-Raum des Curt-Frenzel-Stadions und freut sich über die positive Entwicklung des Vereins.

Präsident Wolfgang Renner berichtet von einer soliden wirtschaftlichen Lage, einer voraussichtlich weiteren Zertifizierung als 5-Sterne-Club, von mittlerweile vier hauptamtlichen Trainern und rund 100 Kindern in der AEV-Laufschule. Alles Indikatoren für eine gute und rosige Zukunft. Wenn da das Problem mit Bahn zwei nicht wäre. Eine Sorge, die den Präsidenten und sein Team nicht immer ruhig schlafen lässt. Jugendleiter Lukas Gebele malt düstere Bilder: „Wenn wir nicht bald eine vernünftige Lösung hinbekommen, werden wir von anderen Standorten überholt.“ So baut die Stadt München mit Hilfe von Sponsoren ein Eissportzentrum im Olympiapark mit drei überdachten Trainingsbahnen. „Wenn wir bis dann noch immer in unserer Freiluftarena trainieren, können wir unser Konzept von Breiten- und Leistungssport beim AEV vergessen“, kommentiert Gebele die Folgen. Stadt und Verein müssten bald zu einer Lösung kommen. Derzeit freilich reichen die Eiszeiten noch zu einigen Erfolgen: Die U20 mischt deutschlandweit oben mit und hat sich ein hohes Ziel gesetzt, wie der Sportliche Leiter und U20-Trainer Michael Bakos betont: „Wir wollen in die Playoffs und dann richtig angreifen.“ Auch die U11 sorgte beim DEL-Cup in Augsburg unlängst für Furore und erreichte das Finale gegen Berlin (1:5). Die insgesamt 9 Teams spielen allesamt in den höchsten Ligen – nur die U17 muss sich erst aus der Zweitklassigkeit nach oben kämpfen. Mit insgesamt 296 aktiven Spielern ist ein neuer Höchststand erreicht.

Für das Team des Augsburger EV aber noch lange kein Grund, die Füße hochzulegen, denn nun, so Präsident Renner, gilt es für den Club und seine Mitstreiter den derzeitigen Ausbau zu stabilisieren: „Dazu brauchen wir viele Helfer, Sponsoren und auch die Politik“.

Bericht aus der Augsburger Allgemeine, 20.02.2019
Fotos: Sport in Augsburg

U17 am Wochenende nach Peiting und Weiden

Am Wochenende waren zwei Auswärtsspiele für die U17 angesetzt. Am Samstag hieß der Gegner EC Peiting. In den ersten drei Begegnungen war unser Team siegreich und es sollte sich auch diesmal nicht ändern. Die Peitinger waren, wie auch unser Team nicht in Vollbesetzung durch einige Kranke oder Verletzte. Dies verschaffte einen größeren Vorteil auf Augsburger Seite, durch den ausgeglicheneren Kader und das spiegelte sich auch auf dem Eis wieder. Von Beginn an übernahmen die jungen Panther die Kontrolle und spielten die Peitinger in ihrem Drittel fest. Diese kamen nur vereinzelt vor das Augsburger Gehäuse, so war es nur eine Frage der Zeit, ehe das Führungstor für den AEV fiel. In der 7. Spielminute war es soweit. Im weiteren Verlauf erzielten unsere Jungs in der 12. und 13. Minute zwei weitere Treffer und ging mit 0:3 in die erste Pause. Im zweiten Spielabschnitt verflachte das Spiel, jeder der Augsburger Spieler wollte ein Tor schießen und so war es hauptsächlich von Einzelaktionen geprägt, als von gutem Passspiel. Hier fielen zwei weitere Treffer auf Augsburger Seite. Im Schlussdrittel besannen sich unsere Spieler wieder auf etwas mehr Zusammenspiel und auch dank dem Kräfteverschleiß auf Peitinger Seite, erzielten sie fünf weitere Tore zum ersten zweistelligen Erfolg mit 0:10. Ein sehr einseitiges Spiel, wobei es auf Augsburger Seite auch nicht hochklassig war, sondern eher durchschnittliche „Hausmannskost“. Morgen beim 1.EV Weiden werden die Jungs schon mehr in die Waagschale werfen müssen um zu Punkten.


Am Sonntag hieß es früh aufstehen, um 06.00 Uhr war Abfahrt nach Weiden. Das Spiel hielt was es von der Tabellensituation her versprach, nämlich ein enges, umkämpftes Spiel zu werden. Vom ersten Bully an war es ein sehr schnelles Spiel und kein Vergleich zu gestern. Die Weidener hielten stark dagegen, doch den Ton gaben die Gäste aus Augsburg an. Erst in der 16. Minute fiel der erste Treffer für unsere Jungs. Doch kaum war der Torjubel vorbei, erzielten die Gastgeber den Ausgleich. Mit dem Unentschieden ging es in die Drittelpause. Im zweiten Spielabschnitt legten wieder unsere Spieler in der 33. Minute in Überzahl vor. Fünf Minuten später erneut der Ausgleich durch ein Solo von den Weidenern. Die Partie war im Mittelabschnitt sehr ruppig, vor allem von der Seite der Weidener her. Die Strafbank war zeitweilig mit 5 Weidener Spielern besetzt. Unsere Mannschaft war klar überlegen und erspielte sich Chance um Chance, leider haben wir das diese Saison schon so oft gesehen, dass die vielen guten Tormöglichkeiten nicht genutzt wurden. So kam es wie es kommen musste, durch eine Unachtsamkeit in der Verteidigung gelang den Gastgebern im Schlussabschnitt, 10 Minuten vor dem Ende, der Führungstreffer. Auch anschließend hatten wir noch einige top Torchancen. Doch es blieb beim 3:2!
Drei Punkte verschenkt und das obwohl man die klar bessere Mannschaft war. Leider mangelte es wieder an der Chancenverwertung!

DNL: jetzt kommt’s drauf an- Trainer Bakos im Interview

Mitte Februar – das ist im Eishockey die spannendste Zeit des Jahres, denn jetzt stehen die Entscheidungen an. Playoffs oder Abstiegsrunde, „Hero oder Zero“ heißt es deshalb auch für das Team von Trainer Michael Bakos in der DNL. Eine Schlussphase, die Trainer und Spieler in ihren Bann zieht. Wir trafen Trainer Michael Bakos zum Interview.

Frage: Michael, bist Du innerlich schon nervös, so kurz vor der Crunch-Time?

MB: Nein, wir werden gut vorbereitet in die letzte Saisonphase starten. Die Vorfreude überwiegt.

Frage: 31 Spiele 43 Punkte, knapp 1,5 Punkte in Schnitt – bisher eine zufriedenstellende DNL-Bilanz?

MB: Klingt gut – ist mir aber nicht so wichtig. Es zählen die Fortschritte der Spieler und was wir als Mannschaft am Ende einer Saison erreicht haben. Noch stehen vier Spiele in der Hauptrunde aus.

Frage: Dein Team steht auf Platz fünf. Was ist in dieser Saison realistisch drin?

MB: Da hat sich zu Saisonbeginn nichts geändert. Realistisch ein Platz unter den Top 6 und wenn es für uns in die Playoff geht, dann möchten wir noch eine Schippe drauflegen.

Frage: Zuletzt waren einige der AEV-Spieler in diversen Nationalmannschaften unterwegs. Eine Bestätigung Deiner Arbeit?

MB: Hauptsächlich eine Bestätigung für die Spieler und deren Leistungen, die zu den Nominierungen geführt haben. An zweiter Stelle für alle Personen, die bis zum heutigen Tag an der Entwicklung der Spieler mitgewirkt haben

Frage: Sinn der DNL ist ja auch, Spieler für den Panther-Profikader zu entwickeln. Wer ist denn schon soweit für den großen Sprung?

MB: Über Sinnhaftigkeit im deutschen Eishockey möchte ich an dieser Stelle nicht philosophieren, das würde den Rahmen sprengen. Um auf die Frage zurückzukommen: Potenzial für das Profieishockey ist definitiv bei ein paar Spielern vorhanden. Den großen Sprung könnten sie innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre schaffen, wenn sie akribisch weiter an sich arbeiten und die nötige Förderung erhalten

Frage: Und was machen die Spieler, die es nach den DNL nicht in den Profibereich streben?

MB: Da liegt es erst einmal an den Spielern selbst, sich zu entscheiden, ob sie im Seniorenbereich weiter Eishockey spielen möchten. Wenn ja, haben wir in der Region gute Vereine in der Landes- bzw. Bayernliga und mit Königsbrunn einen Bayernligisten direkt vor unserer Haustüre. Interesse an unseren Spielern seitens des EHC Königsbrunn wurde schon bekundet. Es würde mich sehr freuen, wenn der ein oder andere unserer ausscheidenden DNL-Spieler in Zukunft die Schlittschuhe für unsere Freunde aus Königsbrunn schnüren würde. Überaus erfreut wäre ich auch, wenn zukünftige AEV-Nachwuchstrainer unter unseren Eigengewächsen zu finden sein werden.

Frage: Stichwort BPH. Theoretisch könnte der Zaubersturm „Bakos-Peter-Hlozek“ ja auch noch nächstes Jahr in der DNL wirbeln …

MB: Das stimmt. 

Frage: Betrachten wir den AEV-Nachwuchs als Gesamtes: Bist Du mit der Entwicklung zufrieden?

MB: Zufrieden bin ich, wenn ich im Frühjahr den Garten für den Sommer hergerichtet habe, da weiß ich es ist geschafft und ich kann mich zumindest für ein paar Monate zurücklehnen und genießen. Im Sport gibt es immer Verbesserungsmöglichkeiten und diese natürlich auch bei uns im AEV-Nachwuchs. Der eingeschlagenenWeg ist der richtige und den werden wir weiter beschreiten, auch wenn Hürden im Weg stehen. Der AEV wurde seit Beginn des 5-Sterne-Programms jede Saison mit 5-Sternen ausgezeichnet, aber die Auflagen werden von Saison zu Saison angepasst und sind immer schwerer zu erfüllen.  Um den Standard halten bzw. ausbauen zu können, benötigen wir dringend eine zweite Eisfläche mit zusätzlichen Kabinen die wir – wie auch andere Vereine – die ganze Saison nutzen können. Das CFS ist eine, wenn nicht sogar die meistgenutzte Sportstätte in Augsburg und platzt sprichwörtlich aus allen Nähten. Wir haben in der Laufschule über 100 angemeldete Kinder, da sind wir deutschlandweit ganz vorne mit dabei. Dies bedeutet aber auch, dass wir aufgrund der gestiegenen Anzahl an Kindern bald  zusätzliche Mannschaften für den Spielbetrieb melden müssten. Aktuell nicht vorstellbar, da die Kapazität an verfügbarer Eiszeit im CFS am Limit ist.

Frage: Die U11 hat ja vor kurzem beim DEL-Cup das Finale erreicht. Wächst da eine neue Top-Generation heran, wie es die Jahrgänge 1999, 2000 und 2001 sind/waren?

MB: Es ist ein sehr erfreuliches Ergebnis für den Moment und war mit Sicherheit ein sehr schönes Erlebnis für unsere Kids. Von einer neuen Top-Generation möchte ich nicht sprechen, da sollten wir erst die Entwicklung der nächsten Jahre abwarten.

Frage: Ein Blick voraus: ist Michael Bakos auch noch U20-Coach im kommenden Jahr?

MB: Insofern ich keine Kündigung erhalte, gehe ich mal schwer davon aus.

Eine letzte Frage: Vervollständige die Zahlenreihe 11, 8, 6, …. (DNL-Abschlussplatzierungen der letzten drei Jahre)

MB: …besser! Ich hab’s nicht so mit Zahlen (lacht).

mb

Aus erster Hand für den Plan B

Nachwuchsspieler des FCA und des AEV erleben Handwerk live bei der HWK Schwaben

(treu) Als Profisportler erfolgreich sein und in den großen Stadien gefeiert und von den Fans bejubelt werden – das ist der Traum vieler junger Sportler, die mit Feuereifer trainieren, um ihr Ziel zu erreichen. Doch nur ganz wenigen Nachwuchssportlern gelingt es, in den Spitzenbereich ihrer Sportart vorzustoßen. Die Jugendlichen selbst, aber auch ihre Eltern und sportlichen Betreuer sind daher gut beraten, sich frühzeitig über die berufliche Ausrichtung Gedanken zu machen.

Welch‘ vielfältige Möglichkeiten das Handwerk bietet, das konnten 86 Nachwuchstalente des FC Augsburg und 38 Jugendliche des Augsburger Eishockey Vereins bei der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) erfahren und gleich persönlich erleben. In insgesamt zehn Berufen hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, selbst auszuprobieren, was zum Beispiel die Arbeit eines Bäckers, eines Elektrikers, eines Fotografen oder eines Kaminkehrers ausmacht. Aber auch in der Holztechnik, der Feinwerkmechanik, beim Konditor, den Malern und Lackierern oder der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie bei Orthopädieschuhmacher durften die Jugendlichen selbst Hand anlegen. Während dessen erhielten die Eltern und Betreuer von den Experten der HWK Schwaben interessante Informationen zu den einzelnen Berufswegen im Handwerk und konnten in einem Rundgang die Werkstätten der Handwerkskammer besichtigen.

Wichtige Kontakte für Unternehmer

Bäckermeister Georg Schneider war zum ersten Mal bei der Berufsinfoveranstaltung für die Nachwuchssportler dabei, um persönlich sein Handwerk den Jugendlichen vorzustellen. Er hatte dafür gute Gründe: „Ich suche ganz konkret den Draht zu den Jugendlichen. So erfahre ich am besten, wie die Jugend tickt, was sie von der Ausbildung erwartet und wie wir als Betrieb uns darauf einstellen müssen.“ Schneider ist ein perfekter Botschafter für den Beruf des Bäckers: „Ich zeige meinen Beruf gerne her und bin von unserem Handwerk überzeugt. Mit meiner Begeisterung möchte ich die Jugendlichen anstecken und für eine Ausbildung im Nahrungsmittelhandwerk gewinnen. Wir gehen mit wertvollen Grundstoffen um und sind für das tägliche Brot verantwortlich. Das ist einfach toll!“

Die eigene Autogrammkarte fotografieren

Etwas Besonderes hatten sich die Fotografen einfallen lassen. Hier konnten die Jugendlichen Aufnahmen von sich selbst machen und gleich auf eine Karte ausdrucken, die mit FCA-, HWK- und AEV-Logo vorbereitet war. Fertig war die eigene Autogrammkarte. Mit Farbe, Spraydose und Pinsel „bewaffnet“ stellten Einige ihre Kreativität bei den Malern und Lackierern unter Beweis. Fingerspitzengefühl war  an der Station der Konditoren gefragt. Hier wurden leckere Petit Fours chic mit Marzipan und Schokolade verziert. Interessant wurde es für die Jungs und Mädels dann auch an der Station der Orthopädieschuhmacher und -techniker, wo es unter anderem auch um Fehlstellungen der Füße und Einlagenversorgung ging. Darüber hinaus konnten die Jugendlichen die Berufe aus der Elektrotechnik, der Holztechnik, der Metalltechnik, dem Kaminkehrer-Handwerk und dem SHK-Handwerk näher kennenlernen.

Plan B und zweites Standbein wichtig

Diese Veranstaltung ist für die Führungsspitzen der beiden Bundesligavereine sehr wichtig. So sagte Thomas Müller, Aufsichtsratsvorsitzender des FC Augsburg: „Eine Sportkarriere ist nicht bestimmbar und deshalb braucht es für unsere Nachwuchsspieler einen Plan B zur Profikarriere. Da hat das Handwerk mit seinen Berufen und Karrieremöglichkeiten viel zu bieten.“ Und Wolfgang Renner, Präsident des AEV betonte: „Neben dem Sport müssen sich unsere Jugendlichen um eine berufliche Alternative kümmern. Denn selbst das größte Talent kann durch eine schwere Verletzung komplett aus der Bahn geworfen werden.“ Das unterstrich auch Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der HWK Schwaben: „Selbst wenn ihr euch derzeit voll und ganz auf den Fußball und das Eishockey konzentriert und eure Zukunft im Profigeschäft seht, ist es nie verkehrt, ein zweites Standbein zu haben. Im Handwerk sind Leidenschaft, Teamgeist, Disziplin und Fairness ebenso wie im Sport gefordert. Mit diesen Eigenschaften habt ihr in unserem Wirtschaftszweig tolle berufliche Entwicklungsmöglichkeiten.“

Talent in Sport und Handwerk wichtig

Regelmäßig veranstaltet die HWK Schwaben solche Berufsinfoveranstaltungen, die den jungen Sportlern berufliche Möglichkeiten außerhalb des Fußballplatzes und der Eisfläche aufzeigen. Wer im Stadion nicht mehr punkten kann, hat trotzdem die Chance, die richtige Berufswahl zu treffen und seine Erfolge zu feiern. HWK-Hauptgeschäftsführer Wagner: „Im Handwerk wie im Fußball oder im Eishockey ist eines gleichzeitig gefragt: Talent. Und auch die anderen Attribute, wie Leistungsbereitschaft, Einsatz und Zuverlässigkeit sind für beide Felder wichtig.“

Rundum war es eine sehr gelungene Veranstaltung der HWK Schwaben, die das Handwerk mit seinen vielen Facetten und Möglichkeiten Jugendlichen präsentierte, die durch ihre sportlichen Erfolge auch Meinungsbildner für Gleichaltrige sind. Positive Bewertungen gab es nicht nur von den Nachwuchstalenten, sondern auch von den Betreuern, Trainern und Eltern, die mitgekommen waren. Viele Väter und Mütter legten an den Stationen auch selbst Hand an und hatten ihren Spaß dabei.

Bildergalerien

Berufsinformationsveranstaltung FCA/AEV in der HWK Schwaben 2019