Für U15 auch in Kaufbeuren nichts zu holen

Nach vier sieglosen Spielen wollte der AEV am 8. Februar 2026 in Kaufbeuren endlich zurück in die Spur finden. Trotz eines erneut dezimierten Kaders war die Hoffnung groß. Schon im letzten Duell war man nah dran gewesen. Diesmal sollte der eine entscheidende Schritt gelingen. Die Jungs waren motiviert, der Wille spürbar. Doch am Ende entschieden wieder kleine Fehler über Sieg und Niederlage.


1. Drittel – Ein wilder Start mit schnellen Treffern

Das Spiel begann wie ein Schock. Gerade einmal 31 Sekunden waren gespielt, da lag die Scheibe schon im Augsburger Netz. Kaufbeuren setzte sofort ein Zeichen und machte klar: Hier gibt es nichts geschenkt.

Doch der AEV zeigte Moral. Die Köpfe gingen nicht nach unten. In der 6. Minute folgte die Antwort – ein Sonntagsschuss, perfekt getroffen, unhaltbar für den ESVK-Goalie. 1:1!

Die Freude hielt jedoch nur kurz. Gerade einmal 12 Sekunden nach dem Ausgleich schlugen die Gastgeber zurück. Wieder lag Augsburg hinten. Und es kam noch härter: In der 13. Minute kassierte der AEV einen Doppelschlag innerhalb von nur 13 Sekunden. Plötzlich stand es 4:1.

Trotzdem kämpften die Jungs weiter. In der 18. Minute wurde der Einsatz belohnt. Der AEV verkürzte auf 4:2. Ein wichtiges Tor, das Mut machte. Mit diesem Spielstand ging es in die Pause.


2. Drittel – Kampf, aber zu wenig Entlastung

Mit dem Rücken zur Wand startete Augsburg ins zweite Drittel. Die Mannschaft wollte ruhiger spielen, einfacher, klarer. Doch Kaufbeuren blieb gefährlich.

In der 26. Minute zeigten die Hausherren einen starken Spielzug. Schnelle Pässe, viel Bewegung – am Ende stand es 5:2. Ein bitterer Treffer.

Defensiv stand der AEV nun stabiler. Es wurde besser verteidigt, mehr geblockt, härter gearbeitet. Doch nach vorne fehlte die Durchschlagskraft. Große Chancen blieben aus. Zu oft wurde der letzte Pass abgefangen oder der Abschluss geblockt.

So ging es mit einem Drei-Tore-Rückstand in das Schlussdrittel. Die Aufgabe war klar: Alles oder nichts.


3. Drittel – Hoffnung flackert auf, dann folgt die Entscheidung

In der Kabine schwor sich das Team noch einmal ein. Jeder wusste: Hier geht noch etwas. Und der AEV kam mit viel Energie zurück aufs Eis.

In der 46. Minute dann der verdiente Lohn. Überzahl für Augsburg – und diesmal wurde es eiskalt genutzt. Der Puck zappelte im Netz. Nur noch 5:3!

Jetzt war wieder Feuer im Spiel. Der AEV drückte, lief an, kämpfte um jede Scheibe. In der 53. Minute wurde der Einsatz erneut belohnt. Anschlusstreffer! 5:4! Die Partie war wieder offen, die Spannung greifbar.

Doch wie schon im ersten Drittel folgte der Nackenschlag viel zu schnell. Kleine Unaufmerksamkeiten, einfache Fehler – und Kaufbeuren nutzte sie eiskalt aus. In der 55. Minute fiel erneut ein Doppelschlag innerhalb von 36 Sekunden. Aus 5:4 wurde 7:4.

Das war die Entscheidung. Trotz großem Kampf musste sich der AEV am Ende geschlagen geben.


Fazit – Fehler werden eiskalt bestraft

Die Moral stimmt. Der Wille ist da. Die Jungs geben nie auf. Doch erneut waren es individuelle Fehler, die dem Gegner die Tore schenkten. Gegen starke Teams wie Kaufbeuren wird das sofort bestraft.

Solange es nicht gelingt, einfacher und schneller zu spielen, wird es schwer mit Siegen. Das Potenzial ist da – das hat die starke Phase im dritten Drittel gezeigt. Jetzt gilt es, daraus zu lernen.


Ausblick – Nächste Chance in Landshut

Viel Zeit zum Grübeln bleibt nicht. Am 1. März 2026 geht es auswärts nach Landshut. Dort will der AEV den nächsten Anlauf nehmen, um endlich wieder Punkte zu holen.

Eines ist sicher: Die Jungs werden kämpfen. Mit Herz, Leidenschaft und Freude am Eishockey.

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